es faustdick hinter den Ohren haben

Jemand hat es “faustdick hinter den Ohren”, wenn jemand besonders durchtrieben ist, immer Streiche ausheckt oder verschmitzt ist, ohne dass man es demjenigen ansieht. Die Person, die es “faustdick hinter den Ohren hat” sieht ganz unschuldig und lieb aus.

Woher kommt die Redewendung?

Vor mehreren Jahrhunderten dachte man, dass der Schalk, Narr oder Schelm sich hinter den Ohren versteckte, sodass er nicht gleich bemerkt wurde. Schalk und List waren nach altem Volksglauben kleine Dämonen, die sich hinter den Ohren versteckten. Wer besonders listig oder verschlagen war, sollte dicke Wülste hinter den Ohren haben. Der Knochen hinter den Ohren galt als Sitz der Verschlagenheit und je dicker der Knochen war, desto verschlagener der Mensch.